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10 Thesen zur Verstromung des Wärmemarktes

  • 1. Die Menge an elektrischer Energie, welche benötigt würde, um Raumwärme bei einem energetischen Sanierungsstatus von über 35%, 50%, 80% für alle Wohnungen bereitzustellen, würde die ökonomische Belastung für die Mieter und Vermieter gegenüber den tatsächlichen Einsparpotenzialen so anheben, dass die entsprechenden Anreize fehlten.
  • 2. Die Kosten für die Durchsetzung der Sanierungsrate von über 35%, 50% und 80% würden sich negativ auf die Kaltmieten/Wohnkosten auswirken und wären somit nicht auf dem Wohnungsmarkt durchsetzbar.
  • 3. Der Bedarf an elektrischem Strom für die Sanierungsrate von über 35%, 50% und 80% und die damit verbundenen Kosten würden die Heizkosten für alle Wohnungsgrößen in die Höhe treiben.
  • 4. Die Menge an zusätzlich installierter elektrischer Leistung durch Windenergie- und Photovoltaikanlagen, welche erforderlich wäre um die o.a. Ziele zu erreichen, ist insgesamt, aber besonders in Metropolen wie Berlin, aus Kostengründen sowie aus Flächen- und Akzeptanzmangel nicht realisierbar.
  • 5. Unter dem Gesichtspunkt vernünftiger Ressourcenbewirtschaftung erweisen sich die energetischen Sanierungserfolge als Pyrrhussieg, dessen Kehrseite zu Lasten der finanziellen und gesundheitlichen Lage der Bewohner geht.
  • 6. Alternativ zur Verstromung des Wärmemarktes gibt es kosteneffizientere Maßnahmen, um die Primärenergie- und CO2-Bilanz vom Wohnungsbestand zu verbessern.
  • 7. Ein Großteil dieser Alternativen ist weitgehend warmmietenneutral.
  • 8. Die am besten geeignetste Alternative zur Verstromung des Wärmemarktes ist der Einsatz und Ausbau von erdgasbetriebenen Wärmeerzeugern, gegebenenfalls in Verbindung mit erneuerbaren Energien.
  • 9. Die Perspektive der Verstromung des Wärmemarktes ist unter den Aspekten Kosteneffizienz und Realisierbarkeit nicht tragfähig, begünstigt aber die kurzfristigen Interessen der Kohlewirtschaft und die langfristigen Interessen der Windenergiebranche.
  • 10. Damit die Wärmeversorgung für Wohnungen in der Zukunft bezahlbar bleibt, wird der CO2-ärmste fossile Energieträger Erdgas in Kombination mit erneuerbaren Energien und effizienter, diskriminierungsfreier Technologie weiterhin eine zentrale Rolle im Sinne der Versorgungssicherheit spielen.

Download der Studie

Autor: Reinhard Schultz

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