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Europa will beim Klimaschutz führend bleiben

Europa will beim Klimaschutz führend bleiben

Die 28 europäischen Staaten einigten sich im Rahmen eines Brüsseler Klimagipfels darauf, dass Europa weiterhin eine weltweite Führungsrolle im Klimaschutz einnehmen wolle. Hierzu wurden langfristige Vereinbarungen bis 2030 beschlossen.

Der Kohlendioxidausstoß soll gemäß der Absprachen bis 2030 im Vergleich zu 1990 um mindestens 40 % sinken, was einer Verdoppelung vorheriger Planungen entspricht. EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard und EU-Kommissionschef José Manuel Barroso zeigten sich sehr zufrieden mit diesen Ergebnissen. Diese Einigung hat eine starke Außenwirkung. Für den Weltklimagipfel 2015 in Paris ist es essentiell, dass Europa mit einer Stimme spricht und damit besonders China und den USA die Wichtigkeit des Klimaschutzes verdeutlichen kann.

Desweiteren einigten sich die EU-28 auf Ziele für einen erhöhten Anteil grüner Energien am Energiemix. Es wurde ein EE-Anteil von mindestens 27 % festgelegt, obwohl Hedegaard und Deutschland höhere Ziele gefordert hatten. Deutschland steht mit einem Ökoenergieanteil von 25 % bereits kurz vor der Erfüllung dieser Mindestanforderung. Ähnlich verhält es sich beim Energiesparen. Ebenso wie bei den EE hatte Deutschland auch hier einen Anteil von 30 % gefordert. Geeinigt haben sich die EU-Staaten letztlich auf unverbindliche 27 % Energieeinsparung, für die es keine nationalen Unterziele geben wird.

In Anbetracht der harten Verhandlungen zeigte sich die deutsche Bundesregierung zufrieden mit den Ergebnissen, während Umweltverbände die Ziele als zu schwach kritisierten. Mit derartig niedrigen Zielen, monieren sie, könne der Klimawandel nicht aufzuhalten sein. Ähnlich äußerte sich auch die Bundestagsfraktion der Grünen.

Wirtschaftliche schwächere Ländern werden durch Gelder aus dem europäischen Emissionshandel in ihren Bestrebungen unterstützt, ihre Energiesysteme zu modernisieren und damit ihren CO2-Ausstoß zu reduzieren. Gleichzeitig dürfen sie auch nach 2020 kostenlose Zertifikate an ihre Kraftwerke verteilen.

Weiteren Themen auf dem EU-Gipfel waren das vom neuen EU-Kommissionspräsidenten Juncker vorgeschlagenen Investitionsprogramm von 300 Mrd. € sowie die Verdoppelung der Ebolahilfe der EU.

 

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