previous arrow
next arrow

E.on: Die Alte Welt in die Neue Gesellschaft, die Neue Welt in die alte Gesellschaft

E.on: Die Alte Welt in die Neue Gesellschaft, die Neue Welt in die alte Gesellschaft

Die Aufspaltung der E.ON hat eine Vielzahl  von Spekulationen ausgelöst. Hier die wichtigsten Informationen.

Abspaltung von konv. Erzeugung, globalem Handel und E&P in eine Gesellschaft („Neue Gesellschaft”)

o Übernahme durch Aktionäre der E.ON SE, Abschluss 2016 (spin-off)

o Die klassische Energiewelt wird damit kein Teil von E.ON mehr sein

o Sitz in Rhein-Ruhr-Region, 20.000 Mitarbeiter

o Enthält auch Russland- und Brasilien-Geschäft

o Merkmale: zentral, groß, konventionell

· Bei E.ON verbleiben die Geschäftsfelder Erneuerbare, Netze und Dienstleistungen

o dadurch soll eine Konzentration auf zukunftsfähige Geschäftsfelder und Wachstum ermöglicht werden

o Schwerpunkt: Windenergie in Europa und weiteren ausgewählten Märkten, auch Ausbau der Stellung bei PV

o Ausbau der Verteilnetze zu intelligenten Netzen in Europa und der Türkei sollen Produkte und Dienstleistungen in Bereich Effizienz und dezentrale Erzeugung eröffnen

o Sitz in Rhein-Ruhr-Region,

o Künftige Eckdaten: 4,4 GW Kapazität Erneuerbare, 26 Mio. Netzkunden, 33 Mio. Endverbraucher

o Merkmale: verbraucherorientiert, nachhaltig, kleinteilig

· Weitere Verkäufe

o Spanien- und Portugal-Geschäft für 2,5 Mrd. EUR an australischen Investor Macquarie verkauft

o Prüfung des Verkaufs des Italien-Geschäfts sowie des E&P-Geschäfts in der Nordsee

· Hintergrund: finanzielle Situation

o Im laufenden Quartal müssen 4,5 Mrd. EUR abgeschrieben werden, Dividende ist auf 50c/Aktie gesunken

o Ertragssituation für konventionelle Erzeugung ist bekanntlich schlecht

o Brasilien-Geschäft weit teurer als geplant

o Atom-Ausstieg: E.ON lagert alle Kosten aus. Die Neue Gesellschaft erhält zwar rechnisch über  14 Mrd. euro Rückstellungen und wird schuldenfrei gestellt. Die Rückstellungen sind jedoch in den Assets, also besonders den Kraftwerken, angelegt, die zum Teil derzeit kein Geld verdienen.

 

Alexander Schulte

Leiter  der Politikforschung bei SPC

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu. Datenschutzerklärung

error: Kopierverbot !!